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AUSLANDSPRAKTIKUM IRLAND PDF Drucken
Woche 1:

Hey liebe IWB-Schüler,
hiermit melden wir uns aus Dublin. Am Samstag, den 28.07., sind wir gut, mit Zwischenstopp in Amsterdam, gelandet. Als wir in Amsterdam warteten regnete es wie aus Eimern. Unsere Stimmung war getrübt, da wir schon erwarteten, dass es in Dublin auch so wäre. Doch als wir dort ankamen war es angenehm warm, wie die ganze nächste Woche auch. Bei unserer Gastfamilie, in der wir die 3 Wochen verbringen werden, sind wir herzlich aufgenommen wurden. Zusammen mit 2 Italienern und 2 Franzosen bilden wir einen bunten Mix aus aller Welt.

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Nachdem wir uns am Sonntag Dublin kurz angesehen haben, mussten wir am Montag früh raus, um zum Labor zu kommen. Dorthin fahren wir mit der DART. Eine recht zuverlässige Bahn, die von unseren zu Hause bis zum Krankenhaus durchfährt. Auch im Labor wurden wir freundlich empfangen. Sofort wurde uns alles erklärt, und schon am 2. Tag konnten wir fast selbstständig arbeiten. Natürlich gibt es ein paar Verständigungsprobleme. Die Iren sprechen wirklich schnell und größtenteils sehr undeutlich. Aber sobald man nachfragt wird alles nochmal langsamer und verständlich erklärt. Wir bedienen in der Häma den ESR (Erythrozyten-Sedimentations-Ratio), etikettieren Proben, kontrollieren diese und färben Blutausstriche, die hier von einem Automaten gemacht werden. Wenn wir mal nichts zu tun haben, dann bekommen wir von Kathy Lesestoff zu den Tests die wir machen. Natürlich auf Englisch, aber so schwer ist das Gott sei Dank nicht.
Am Donnerstag untersuchten wir einen Malariafall: 2 Testkits, 4 dicke Tropfen und 4 Ausstriche fertigten wir zusammen mit Rachel an. Außerdem führten wir einen Haptoglobintest durch. Dieser dauert ziemlich lange: 48h, dann dar man ihn auswerten. Er ist zur Verlaufskontrolle von Hämolysen.
Am Freitag arbeiteten wir mit Knochenmark. Zusammen mit Rachel durften die Ausstriche, um Eisen nachzuweisen, färben. Hier wurde eine Kontrolle verwendet: Eine Leberbiopsie aus der Histologie. Desweiteren führten wir interne Qualitätskontrollen am ESR durch. Am Samstag besichtigten wir, bei wundervollem Wetter, Howth. Das ist ein kleines Fischerdorf auf einer Halbinsel nahe Dublin.

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Die Aussicht war toll und die Seelöwen knuffig. Wir wanderten über Stock und Stein und waren am Schluss ganz schön ausgepowert. Sonntag ging es dann in den Phoenix-Park, ebenfalls bei strahlender Sonne. Auch wenn wir laut Karte nicht einmal ansatzweise 1/3 des Parks gesehen hatten, waren wir 2 Stunden unterwegs. Ihr könnt euch also vorstellen wie riesig dieser Park ist. Anschließend machten wir ein kleines Picknick und am Montag geht es dann mit einem schönen Sonnenbrand zur Arbeit.


Woche 2:

Hallo liebe IWB-Schüler,
Am Montag war es anfangs „very bussy“. Wir labelten was das Zeug hielt, dann plötzlich ein piepen…………….. *Spannung* *Trommelwirbel* Der Blutausstrichautomat (Sysmex) ging kaputt. Von nun anmachten wir alle Ausstriche per Hand. Zum Nachmittag wurden wir dann getrennt. Fabi blieb in der gewohnten Umgebung und Karen ging zur Gerinnung. Dort wurden ihr als erstes alle Geräte erklärt. Dienstag färbten wir Retikulozyten und waren weiterhin getrennt. In der Gerinnung konnte Karen die Geräte bedienen und am Nachmittag führte sie dann manuell PT (TPZ) und aPTT durch. Zusammen mit einer Mitarbeiterin konnten wir uns dann Blutausstriche anschauen und sie erklärte uns einiges dazu. Außerdem führten wir eine Qualitätskontrolle am HemoCue durch, ein mobiles Hämoglobin-Messgerät. So vergingen die Tage und das Wochenende kam näher.
Als dann endlich der Samstag angerückt war, machten wir Dublin unsicher. Wir besichtigten das berühmt berüchtigte Trinity College; ein sehr beeindruckendes Bauwerk, in dem das studieren sicher doppelt Spaß macht.

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Anschließend gingen wir auf große Shopping-Tour um uns danach noch die National Galerie anzusehen, welche viele irische und auch internationale Künstler ausstellt. Am Abend war es dann endlich soweit. Zusammen mit zwei Österreichern aus unserer Gastfamilie gingen wir in einen Pub, um den Tag ausklingen zu lassen. Etwas übermüdet aber ansonsten ganz fit fuhren wir am Sonntag nach Dun Laoghaire, einem schönen Küstenabschnitt Dublins. Wir gingen den East Pier entlang und erkundeten die Umgebung, bei schönstem Sonnenschein.

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Woche 3:
Ein letztes Hallo aus Irland,
heute ist nun die letzte Arbeitswoche angebrochen. Gleich zu Beginn haben Fabi und ich die Bereiche getauscht. Fabi ist also in die Gerinnung gegangen, wo ihr gleich alle Geräte erklärt wurden und ich konnte meiner Arbeit aus der ersten Woche nachgehen. Es waren übliche Arbeiten zu erledigen, bis mir am Nachmittag 4 Blutausstriche gegeben wurden, zu denen ich Notizen anfertigen sollte über Besonderheiten, die mir aufgefallen waren. Nachdem ich fertig war, ging ich die Ausstriche mit einer Kollegin am Konferenzmikroskop durch und durfte feststellen, dass ich gar nicht so falsch lag. Anschließend zeigte sie mir noch positive Malariapräparate und erklärte mir Unterschiede zwischen den verschiedenen Arten. Fabi durfte in der Zwischenzeit manuell PT(TPZ) und aPTT durchführen. Nachdem Dienstag wieder ein ganz normaler Arbeitstag war, war der Mittwoch umso interessanter: wir durften bei einer Flowzytometrie dabei sein. Zusammen mit Michelle bereiteten wir 2 ½ Stunden die Probe (Knochenmark) dafür vor. Dies beinhaltete die Verdünnung der Probe, die Lyse der Erythrozyten, die Zugabe verschiedener Antikörper sowie Inkubationszeiten. Nach der Mittagspause wurde die Probe dann endlich der Flowzytometrie zugeführt und dann dauerte es auch nicht mehr lange bis wir die Ergebnisse hatten, welche dann noch ausgewertet werden mussten. Dies nahm auch nochmal einige Stunden in Anspruch. Anschließend sahen wir uns noch einen Knochenmarks- sowie Blutausstrich des Patienten an. Als dann der Freitag angerückt war, klang den ganzen Tag etwas Wehmut mit, da wir wussten, dass es unser letzter Arbeitstag war. Die Arbeit bereitete uns nochmal richtig Freude, auch wenn nicht Spektakuläres anstand. Zum Nachmittag wurden dann alle in das große Hämatologielabor gerufen, wo der große Abschied stattfand. Wir bekamen ein kleines Abschiedsgeschenk und wurden von den Mitarbeitern gelobt. Nachdem wir unsere „Swipecards“ abgegeben hatten, verließen wir nun endgültig das St. Vincents University Hospital. Als abschließende Worte wollen wir noch sagen, dass es uns ein großes Vergnügen war, diese Chance erhalten zu haben und dass wir nur mit den besten Erinnerungen auf die letzten drei Wochen zurückblicken können. Die Arbeit bereitete uns großen Spaß, wir konnten viel lernen und vor allem sehr viele positive Erfahrungen sammeln. Für alle die sich auch für diesen Weg interessieren: wir können es nur empfehlen und euch raten diese Chance zu nutzen, wenn ihr sie bekommt.

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